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5 Tricks gegen Cellulite, die wirklich helfen

Redaktion Hautgesundheit
12.847 Views | 3 Min. Lesezeit | Zuletzt aktualisiert: 09. Juni 2026

Neun von zehn Frauen haben Cellulite. Schlanke Frauen. Sportliche Frauen. Frauen, die alles richtig machen.

Du hast Cremes ausprobiert. Massageroller. Bürstenmassagen. Vielleicht hast Du Dich sogar in Plastikfolie eingewickelt, weil jemand auf TikTok das empfohlen hat.

Und trotzdem: Die Dellen sind noch da. Das liegt nicht an Dir.

Es liegt daran, dass die meisten Mittel gegen Cellulite an der falschen Stelle ansetzen. Besonders die Plastikfolie.

Warum ist Cellulite so hartnäckig?


Unter der Haut liegt ein Netz aus Bindegewebsfasern, das Fettzellen an Ort und Stelle hält. Bei Frauen verlaufen diese Fasern senkrecht. Werden sie schwächer, drücken Fettzellen nach oben. Die Haut wölbt sich. Die typischen Dellen entstehen.

Drei Faktoren entscheiden, wie stark das passiert: 

- die Festigkeit Deines Bindegewebes
- die Qualität des Kollagens
- die Durchblutung der feinen Gefäße

Werden diese drei nicht unterstützt, sind Dellen und Orangenhaut das Ergebnis.

Das kannst Du verhindern.

Hier sind 4 bewährte Tricks und 1 Geheimtipp gegen Cellulite.

1. Krafttraining

Starke Muskeln stützen das Bindegewebe von unten. Sie straffen das Gewebe und können verhindern, dass die Dellen tiefer werden. Die Empfehlung: Zwei- bis dreimal pro Woche. Kniebeugen, Ausfallschritte, Hüftheben.

Wer mehr möchte, kann zur Power Plate greifen, einer Vibrationsplatte, die beim Training mitschwingt. Der Effekt: Die Vibration spricht auch die tiefe, unwillkürliche Muskulatur an, die beim normalen Training kaum erreicht wird.

Eine Studie zeigt: Ein regelmäßiges Kräftigungsprogramm auf der Power Plate kann den Cellulite-Grad nach sechs Monaten um bis zu 25 Prozent verbessern.[1]

Das bedeutet: Die Dellen werden weniger tief, das Gewebe straffer. Cellulite verschwindet dadurch nicht. Aber sie wird sichtbar reduziert.

2. Mikrozirkulation aktivieren

Cellulite entsteht durch eine gestörte Durchblutung im Unterhautgewebe. Wenn die feinen Kapillaren nicht richtig arbeiten, staut sich Flüssigkeit. Das Gewebe wird schlechter versorgt. Die Dellen werden tiefer.[2]

Die gute Nachricht: Du kannst die Durchblutung aktiv anregen — kostenlos und ohne Stress. Hier sind vier einfache Möglichkeiten:

3. Zucker reduzieren

Zucker ist der beste Freund der Orangenhaut. Das klingt hart. Aber es ist die Wahrheit.

Zucker greift Kollagen direkt an. Der Mechanismus heißt Glykierung: Zuckermoleküle verbinden sich mit Kollagenfasern und machen sie spröde und unelastisch.[3] Das Bindegewebe verliert seine Festigkeit. Die Dellen werden tiefer.

Gleichzeitig befeuert Zucker stille Entzündungen im Gewebe. Diese Entzündungen verschlechtern die Mikrozirkulation.

Und noch etwas: Zucker macht süchtig. Er aktiviert dieselben Belohnungszentren im Gehirn wie andere Suchtmittel.[4]

Was das bedeutet: Wenn Du Cellulite wirklich bekämpfen willst, ist weniger Zucker der richtige Weg.

Ersetze Lebensmittel, die raffinierten Zucker enthalten, durch Vitamin-C-reiche Lebensmittel: Paprika, Kiwi, Zitrusfrüchte. Denn: Vitamin C ist der wichtigste Baustein für die Kollagenbildung.[5]

4. Nicht auf Cremes verlassen

Anti-Cellulite-Cremes werden meist überschätzt. Sie pflegen die Haut und können sie vorübergehend glatter wirken lassen, aber Cellulite nicht dauerhaft beseitigen.

Was Cremes können:
Die Hautoberfläche pflegen, die Haut geschmeidiger machen und lokal die Durchblutung anregen.

Was Cremes nicht können:
Das Bindegewebe erreichen. Die AOK formuliert es in einer Untersuchung deutlich: “Es gibt derzeit kein Mittel, dass auf die Haut aufgetragen wird und Cellulite dauerhaft bekämpft.” [2] 

Was Cremes können: Die Hautoberfläche pflegen, die Haut geschmeidiger machen und lokal die Durchblutung anregen.

Was Cremes nicht können:
Das Bindegewebe erreichen. Die AOK formuliert es in einer Untersuchung deutlich: “Es gibt derzeit kein Mittel, dass auf die Haut aufgetragen wird und Cellulite dauerhaft bekämpft.” [2] 

Einzige Ausnahme: 0,3-prozentiges Retinol. Studien zeigen, dass es bei täglicher Anwendung über sechs Monate die Kollagenbildung leicht fördern kann.[2]

Die Empfehlung:
Spare Dir teure Anti-Cellulite-Cremes. Eine gute Bodylotion plus Bürstenmassage bringt denselben Effekt. Für einen Bruchteil des Preises.

5. Der Geheimtipp: Cellulite von innen bekämpfen

Die meisten Ansätze gegen Cellulite setzen außen an. Was dabei fehlt, sind die richtigen Nährstoffe. Kollagenaufbau, Gefäßstabilität, Mikrozirkulation: das alles braucht spezifische Bausteine. Und die kommen über den Blutkreislauf. Nicht durch die Haut.

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Quellen und Studien

[1] Frank, H.: „Einfluss von Power Plate auf den Cellulite-Grad bei Frauen im Alter von 25–45 Jahren." SANADERM, Fachklinik für Hautkrankheiten/Allergologie, Bad Mergentheim, 2012.
[2] AOK Gesundheitsmagazin: „Cellulite bekämpfen: Was hilft wirklich gegen Orangenhaut?" aok.de, aktualisiert 19.12.2023.
[3] Danby F.W.: „Nutrition and aging skin: sugar and glycation." Clinics in Dermatology, 2010.[4] Avena N.M. et al.: „Evidence for sugar addiction." Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 2008.
[5] EFSA, EU-Verordnung Nr. 432/2012 (Health Claim Vitamin C / Kollagen / Blutgefäße).[6] Nicolaides A. et al., International Angiology (2018); S2k-Leitlinie Varikose (DGP).
[7] Produktinformation Heposan interna, Apriwell.